Hagebutten-Seife – Rezept für natürliche Pflege

Ich liebe es, Seifen zu sieden – aber es war keine Liebe auf den ersten Blick. Als ich vor ein paar Jahren begann, meine eigenen Seifen herzustellen, habe ich so einige typische Anfängerfehler gemacht. Da konnte ich nur Träumen von so einer schönen Seife wie die Hagebutten-Seife zu zaubern. Bei meinem allerersten Siedeversuch habe ich statt Ätznatron (NaOH) versehentlich Natron (NaHCO₃) ins Wasser gerührt – und dann gerührt und gerührt, während ich mich wunderte, warum keine Hitzentwicklung einsetzt.

Naja, solche peinlichen Fehler passieren eben, und das ist völlig menschlich. Mit etwas Geduld, Übung und Recherche ist es mir jedoch gelungen, mein Wissen zu vertiefen – und heute kann ich so wunderbare Rezepte umsetzen

Herbalwhisper soll genau das sein: ein Raum, in dem man sich ausprobieren darf, in dem Lernen Teil des Weges ist und auch kleine Fehler ihren Platz haben. Achte beim Seifensieden aber unbedingt auf die wichtigen Sicherheitsvorkehrungen – so schützt du dich und kannst das Handwerk in Ruhe genießen.

Einleitung – Die Magie der Hagebutten-Seife

Die Hagebutten-Seife vereint das Beste aus traditionellem Handwerk und natürlicher Hautpflege. Mit ihrer warmen Farbe, ihrem feinen Schaum und dem zarten Duft nach Palmarosen bringt sie ein Stück Natur in den Alltag.

Selbstgemachte Seifen schenken uns nicht nur wohltuende Pflege, sondern auch die Gewissheit, genau zu wissen, was wir unserer Haut geben. Reine Pflanzenöle, natürliche Düfte und sorgfältig ausgewählte Zutaten machen sie zu einer bewussten Alternative zu industrieller Kosmetik.

Ein kleines Stück Seife – handgesiedet, schlicht und ehrlich – das zeigt, wie schön natürliche Pflege sein kann.

Was das Seifensieden so besonders macht

Seifensieden ist ein altes Handwerk, das wiederentdeckt wird. Aus einfachen pflanzlichen und tierische Öle und Fette entsteht durch den Prozess der Verseifung eine milde Seife, die die Haut reinigt und pflegt – ganz ohne künstliche Zusätze.

Das Besondere: Du bestimmst selbst, welche Öle, Düfte und Farben in deine Seife kommen. Jede Charge ist ein kleines Unikat und genau auf deine Bedürfnisse abgestimmt. Ich verwende für den Duft nur naturreine ätherische Öle und auch beim Färben verzichte ich auf künstliche Zusätze. Die Natur hält so viel wunderschönen Farben für uns bereit, die wir mit unterschiedlichen Methoden in die Seife bekommen können.

Und so wird aus der täglichen Dusche nicht nur eine einfache Routine, sondern ein ganz besonderer Moment der Pflege, weil wir bewusst wahrnehmen, was wir unserer Haut schenken. Wir wissen, dass sie unser größtes Organ ist und es verdient, achtsam behandelt zu werden.

Sicherheit & Achtsamkeit

Beim Seifensieden arbeitest du mit Ätznatron (NaOH) – einem stark alkalischen Stoff, der mit Ruhe und Respekt behandelt werden sollte. Sicherheit steht hier immer an erster Stelle: Trage Handschuhe, Schutzbrille und langärmlige Kleidung, und arbeite in einem gut belüfteten Raum.

Nimm dir Zeit und arbeite Schritt für Schritt. Kein Stress, kein Hetzen – so vermeidest du Fehler und kannst dich ganz auf den Prozess konzentrieren. Plane dir etwa zwei Stunden ein, damit alles in Ruhe gelingen kann.

Wenn du zum ersten Mal Seife siedest, informiere dich bitte im Vorfeld genau über die Sicherheitsregeln und den Umgang mit Ätznatron. Eine gute Vorbereitung sorgt dafür, dass dein erster Siedeversuch sicher und angenehm verläuft.

Seifensieden ist ein schönes Handwerk, das mit Geduld und Achtsamkeit zu einem sicheren und erfüllenden Erlebnis wird.

Das Rezept – Hagebutten-Seife mit Wildrosenkraft

Diese Hagebutten-Seife vereint nährende Pflanzenöle mit der sanften Energie der Wildrose. Die Kombination aus cremiger Sheabutter, schäumendem Kokosöl und feinem Rizinusöl sorgt für eine ausgewogene, pflegende Seife, die die Haut weich und geschmeidig hinterlässt. Das Hagebuttenpulver verleiht der Seife ihre zarte Farbe und einen Hauch von natürlicher Wildrosenpflege, während das ätherische Palmarosenöl für einen warmen, blumigen Duft sorgt.

Zutaten für einen Seifenblock & 6 Einzelformen a 120g

  • 455 g Rizinusöl
  • 340 g natives Kokosöl
  • 225 g Sheabutter
  • 115 g Olivenöl
  • 3 EL Hagebuttenpulver
  • 20 g ätherisches Palmarosenöl
  • 380 g destilliertes Wasser
  • 155,14 g NaOH (bei 6 % Überfettung)

💡 Tipp:
Arbeite konzentriert und in Ruhe. Prüfe alle Mengen im Seifenrechner, bevor du beginnst. Die Kombination dieser Öle ergibt eine wunderbar cremige Seife mit stabilem Schaum – perfekt für trockene Haut und kühle Tage.

ÜBRIGENS: Das Basis-Rezept für diese Seife kommt von Lily & Case aus ihrem Kurs „Natural Soap Making“ & ist eines meiner Lieblings-Basis-Rezepte für Seifen.

Meine handgesiedene, natürliche Seife mit natürlichen Ölen und pflanzlichen Zusätzen

Ölauszug für Hagebutten-Seife

Für dieses Rezept habe ich meinen Hagebuttenölauszug mit Rizinusöl hergestellt – so wird die Seife besonders cremig und pflegend. Wer noch mehr Pflanzenkraft einfangen möchte, kann zusätzlich einen Auszug mit Olivenöl ansetzen und beide Öle kombinieren.

Die Inhaltsstoffe – kleine Wunder für die Haut

Rizinusöl
Pflegt intensiv, spendet Feuchtigkeit und stärkt die Hautbarriere. Besonders wohltuend bei trockener, spröder Haut.
In der Seife sorgt Rizinusöl für cremigen, dichten Schaum und macht das Stück geschmeidig.

Kokosöl (nativ)
Reinigt gründlich und wirkt leicht antibakteriell, ohne die Haut auszutrocknen.
In der Seife verleiht Kokosöl Festigkeit und sorgt für einen üppigen, cremigen Schaum.

Sheabutter
Reich an Vitaminen und Antioxidantien, beruhigt gereizte Haut und spendet langanhaltende Pflege.
In der Seife macht Sheabutter sie besonders mild, pflegend und rückfettend – ideal für trockene Haut.

Olivenöl
Nährt die Haut, schützt vor freien Radikalen und fördert ein weiches Hautgefühl.
In der Seifenherstellung sorgt Olivenöl für eine besonders sanfte, hautfreundliche Seife mit pflegendem Charakter.

Hagebuttenpulver
Enthält Vitamin C, Betacarotin und Antioxidantien, die die Haut beleben und schützen.
In der Seife verleiht Hagebuttenpulver eine warme Farbe, feine Textur und eine zusätzliche Portion Pflanzenkraft.

Ätherisches Palmarosenöl
Wirkt ausgleichend und harmonisierend auf die Haut, unterstützt die Regeneration.
In der Seife sorgt Palmarosenöl für einen zarten, blumigen Duft und rundet das Pflegeerlebnis ab.

Fazit – Ein Hauch von Wildrosenmagie

Die Hagebutten-Seife ist mehr als nur ein Stück Seife – sie steht für bewusstes Handwerk und natürliche Pflege. Mit ihren wertvollen Ölen, sanften Düften und der Kraft der Wildrose vereint sie Pflege, Nachhaltigkeit und schlichte Schönheit in einem kleinen Stück Natur.

Wer seine Kosmetik selbst herstellt, weiß genau, was enthalten ist: keine synthetischen Zusätze, keine versteckten Stoffe – nur reine Zutaten, die wir bewusst auswählen. So übernehmen wir Verantwortung für unsere Haut, unser größtes Organ, und leisten gleichzeitig einen Beitrag zu weniger Plastik und Verpackung.

Ein paar einfache Rohstoffe, etwas Geduld und Freude am Tun – mehr braucht es nicht, um sich und der Umwelt etwas Gutes zu schenken.

Du möchtest mehr über die Hagebutte erfahren, dann Besuch gerne meinen Blog-Beitrag zum Thema Hagebutte.

💡 TIPP: Im wesentlich-Shop*, einer Online Drogerie findest du viele der Rohstoffe, die es im Supermarkt nicht zu kaufen gibt,

Rezept zum Drucken

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Hagebuttenseife - Rezept mit Mengenangaben und Erklärung.

Hagebutten-Seife Rezept – natürliche Pflege mit der Kraft der Wildrose

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Dieses Hagebutten-Seife Rezept vereint die nährende Kraft der Wildrose mit pflegenden Ölen und sanftem Duft. Die handgemachte Seife reinigt die Haut mild, spendet Feuchtigkeit und schenkt ihr ein gesundes Strahlen – ideal für die kühle Jahreszeit. Die Hagebutte verleiht nicht nur ihre warme Farbe, sondern auch wertvolle Vitamine und Antioxidantien, die deine Haut auf natürliche Weise verwöhnen.

Die Menge an Seifenleim reicht für einen Seifenblock und 6 einzelne Förmchen mit jeweils rund 120g Füllmenge.

 

  • Total Time: 2

Ingredients

455g Rizinusöl

340g natives Kokosöl

225g Sheabutteer

115g Olivenöl

3 Esslöffel Hagebutten-Pulver

20g ätherisches Palmarosenöl

380g destilliertes Wasser

bei 6% Überschussfett 155,14 g NaoH

Instructions

Lauge anrühren:

  • destilliertes Wasser abwiegen
  • NaoH abwiegen
  • NaoH langsam ins Wasser mischen
  • Alles verrühren bis sich das NaoH aufgelöst hat
  • Abkühlen lassen

Öle & Fette vorbereiten:

  • Sheabutter & natives Kokosöl abwiegen und bei niedriger Temperatur schmelzen lassen und dann vom Herd nehmen
  • Wiege Olivenöl & Rizinusöl ab
  • Gib die Öle den geschmolzenen Fetten bei und verrühre alles gut
  • Abkühlen lassen

Seifenlein anrühren

  • Wenn die Lauge, und die Fette & Öle auf Raumtemperatur abgekühlt sind, beginnen wir den Seifenleim anzurühren
  • Lauge langsam zu den Fetten & Ölen geben
  • Mit einem Spatel/Löffel gut verrühren
  • Mit einem Mixer mischen bis eine leicht zähe Masse entsteht
  • In vorbereitete, saubere Formen gießen
  • An einem kühlen, dunkle Platz für mindestens 24h abstellen.

Seifen ausformen, auf ein Backpapier geben, beschriften und für mindestens 6 Wochen reifen lassen.

Notes

Bitte gib dieses Rezept vor dem Nachsieden unbedingt noch einmal in einen Seifenrechner ein, um die Mengen deiner verwendeten Öle genau zu überprüfen. Je nach Sorte und Qualität der Zutaten können kleine Abweichungen entstehen.

Beim Seifensieden arbeitest du mit Ätznatron (NaOH) – einem stark ätzenden Stoff. Achte daher unbedingt auf die nötigen Sicherheitsvorkehrungen:

  • Trage Schutzbrille, Handschuhe und lange Kleidung,

  • arbeite in einem gut belüfteten Raum,

  • und gieße immer das Ätznatron ins Wasser, niemals umgekehrt.

 

Seifensieden ist ein wunderschönes Handwerk, erfordert aber Sorgfalt und Achtsamkeit. Wenn du zum ersten Mal Seife herstellst, informiere dich vorab gründlich über den Prozess oder begleite ihn mit einer erfahrenen Person.

  • Author: Anna
  • Prep Time: 1
  • Cook Time: 1
  • Category: Seifen Rezepte
  • Method: Kaltsiedeverfahren

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