Ich bin seit diesem Jahr Mitglied bei der SOLAWI in Rankweil. Für diejenigen unter euch, die nicht wissen was das ist – es ist eine Solidarische Landwirtschaft. Das heißt es ist eine Landwirtschaft in der Gemüse für eine bestimmte Anzahl an Personen angebaut wird. Wenn man teil der solidarischen Landwirtschaft ist, bezieht man jede Woche einen Ernteanteil. Jeden Freitag nach der Arbeiten kann ich dort also meinen Anteil abholen. Diese Woche waren viele Beeren reif: Jostabeeren, Ribisel, Stachelbeeren und Maulbeeren. Ich hab mich also fleißig ans Sammeln gemacht, um daraus einen leckeren Beerensirup herzustellen und in diesem Blog-Beitrag zeige ich dir wie ich das gemacht habe.
Die SOLAWI hat auch eine tolle Website, schau auf Jedenfall mal vorbei! Dort findest du das Konzept noch mal genauer erklärt und auch Bilder von den Felder – ein echt tolles Projekt!
Diese Beeren habe ich für meinen Beerensirup verwendet
Für meinen Sirup habe ich vier verschiedene Beeren kombiniert, wie oben schon erwähnt: Jostabeere, Maulbeere, Stachelbeere und Ribisel. In diesem Grundrezept geht es nicht darum alles 1:1 nach zu machen, sondern die Beeren zu verwenden die du schon hast, die bei dir wachsen und die du Sammeln kannst. Du kannst auch nur aus einer Beere einen Sirup machen – hier ist also echt viel Platz für Kreativität!
Ich habe dir hier noch kurz die 4 Beeren beschrieben, die ich verwendet habe:
Jostabeere
Ribes × nidigrolaria
Die Jostabeere ist eine Kreuzung aus Schwarzer Johannisbeere und Stachelbeere. Sie bildet große, dunkelviolette bis schwarze Früchte mit einem süß-säuerlichen Aroma. Die Beeren schmecken milder als Schwarze Johannisbeeren und eignen sich hervorragend für Sirup, Marmelade oder Saft.
Maulbeere
Morus nigra/alba
Die Schwarze Maulbeere stammt ursprünglich aus Westasien und wird seit Jahrhunderten kultiviert. Ihre dunkelvioletten Früchte sind sehr saftig und schmecken angenehm süß mit einer feinen Honignote. Frisch gepflückt sind sie eine besondere Delikatesse, lassen sich aber auch wunderbar zu Sirup verarbeiten.
Stachelbeere
Ribes uva-crispa
Die Stachelbeere gehört zur Familie der Stachelbeergewächse und wächst an kleinen, oft dornigen Sträuchern. Je nach Reife schmecken ihre Früchte angenehm säuerlich bis süß. Sie verleihen Sirupen eine frische, fruchtige Note und sorgen für eine schöne Balance.
Rote Johannisbeere
Ribes rubrum
Die Ribisel ist in Österreich der gebräuchliche Name für die Johannisbeere. Das Wort „Ribisel“ stammt vom lateinischen Pflanzennamen Ribes ab, der bereits seit dem Mittelalter verwendet wird. Die leuchtend roten Beeren schmecken erfrischend säuerlich und verleihen Sirupen eine intensive Fruchtigkeit und eine schöne Farbe. In Deutschland ist dagegen die Bezeichnung Johannisbeere gebräuchlich, da ihre Früchte traditionell um den Johannistag (24. Juni) reifen.
Beerensirup – Grundrezept
Das Rezept, dass ich dir hier vorstelle ist ein Grundrezept – es darf bzw, soll sogar angepasst werden. Verwende die Beeren die du schon zuhause hast, die bei dir im Garten wachsen oder die du wild sammeln kannst (ja – hier gibt es einige). Wichtig ist, dass du nur sicher bestimmte und essbare Beeren für das Rezept verwendest. Aber ansonsten – werden Kreativ! Kombiniere verschiedene Beerensorten mit einander, gerne auch einfach mal in unterschiedlichen Verhältnissen. Wenn du aber nur eine Beerensorte hast – funktioniert auch das.
Geeignete Beeren:
- Himbeeren
- Erdbeeren
- Walderbeeren
- Heidelbeeren
- Brombeerem
- Aroniabeeren
- Holunderbeeren (gekocht)
- Schlehe (nach dem Frost)
- Waldheidelbeer
- Preiselbeer
- Sanddorn
Beerensirup sauber abfüllen und beschriften
Sirup richtig abfüllen
Damit dein Beerensirup möglichst lange haltbar bleibt, ist sauberes Arbeiten besonders wichtig. Reinige die Flaschen oder Gläser gründlich und spüle sie vor dem Abfüllen mit heißem Wasser aus oder sterilisiere sie. Fülle den Sirup noch heiß ein und verschließe die Flaschen sofort. So schaffst du die besten Voraussetzungen für eine lange Haltbarkeit und kannst deinen selbstgemachten Sirup noch viele Monate genießen.
Beerensirup-Etikett zum Download
Ich liebe es einfach, wenn ich schöne Etiketten für meine selbst hergestellten Produkte habe. Außerdem ist eine richtige Beschriftung auch wichtig, damit man in einem halben Jahr das Rezept noch nachvollziehen kann. (Bis dahin ist mein Sirup sicher schon leer – aber ich bin mir sicher du weißt was ich meine)
Da die enthaltenen Beeren variieren könne habe ich dir einen Link für eine Etiketten-Vorlage beim Button untern verlinkt. Hier kannst du Inhaltsstoffe anpassen, das Abfülldatum ändern usw.
Beerensommer Sirup
Dieses Rezept ist ein bewährtes Grundrezept, das sich wunderbar anpassen lässt. Du kannst eine einzelne Beerensorte verwenden – etwa nur Himbeeren, Brombeeren oder Johannisbeeren – oder verschiedene essbare Beeren ganz nach Geschmack miteinander kombinieren. So entsteht immer wieder ein neuer, fruchtiger Sirup, der den Sommer ins Glas bringt und die Beerenernte auf köstliche Weise haltbar macht.
- Total Time: 35 Minuten + 8-12 Stunden Ziehzeit
- Yield: etwa 1 Liter
Ingredients
- 500 g Beeren
- 500 g Zucker
- 700 g Wasser
- 2 Zitronen, in Scheiben geschnitten
Instructions
- Wasser erhitzen und den Zucker darin vollständig auflösen.
- Die Beeren und die Zitronenscheiben hinzufügen.
- Alles etwa 15 Minuten bei rund 100 °C köcheln lassen. Bildet sich viel Schaum, die Hitze etwas reduzieren.
- Den Sirupansatz über Nacht ziehen lassen.
- Am nächsten Tag alles fein pürieren.
- Kurz stehen lassen, damit sich der Schaum wieder an der Oberfläche sammelt.
- Die Masse durch ein feines Sieb oder Passiertuch abseihen.
- Den Sirup nochmals erhitzen und anschließend heiß in vorbereitete, saubere Flaschen oder Gläser füllen. Sofort verschließen.
Notes
Dieses Rezept ist mein bewährtes Grundrezept für Beerensirup. Du kannst dafür nahezu jede essbare Beere verwenden – beispielsweise Himbeeren, Erdbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren, Johannisbeeren oder Stachelbeeren. Auch eine Mischung verschiedener Beeren ergibt einen besonders aromatischen Sirup. Je nach Auswahl entstehen immer wieder neue, fruchtige Geschmackserlebnisse.
- Prep Time: 15 Minuten
- Cook Time: 20 Minuten
Mein beeriges Fazit
Dieses Grundrezept lädt dazu ein, kreativ zu werden. Probiere verschiedene Beerensorten aus, kombiniere sie nach Lust und Laune oder verwende einfach das, was gerade im Garten, in der Solawi oder beim Sammeln reif ist. Jede Mischung erzählt ihre eigene kleine Sommergeschichte und macht deinen Sirup zu etwas ganz Besonderem.
Genießen kannst du deinen Beerensirup ganz klassisch mit Mineralwasser, als fruchtigen Spritzer oder mit Prosecco. Er schmeckt aber genauso gut über Vanilleeis, im Naturjoghurt, im Porridge oder zum Verfeinern von Desserts. Ich wünsche dir viel Freude beim Ausprobieren und Genießen!
herbalwhisper
Ich bin Anna – und meistens ziemlich chaotisch. Nach dem ich meine Ausbildung als Diplomierte Kräuterpädagogin im Juli 2024 mit Auszeichnung abgeschlossen habe, habe ich mich dazu entschieden hier bei herbalwhisper mein erlerntes Wissen mit dir zu teilen. Auf meiner Seite findest du Kräuterwisse, Rezept für natürliche Hausmittel, Naturkosmetik und noch vieles mehr. Mehr über mich.
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